BerührtSeinsfähigkeiten

Bausteine zum BerührtSein
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Einfache “Bausteine”
können uns helfen , auf eine
nährende und schöpferische Art
 in Beziehung
mit anderen und der Welt
zu sein.

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Was braucht es zum BerührtSein?

Absicht und Offenheit

BerührtSein beginnt mit dem Akt der Entscheidung mit dem zu sein, was ist und mich von den Menschen und der Welt berühren zu lassen.

Es beinhaltet Offenheit und die Bereitschaft mich durch den Moment der Begegnung verändern zu lassen.

Wir müssen offen genug sein,

um uns berühren zu lassen,

aber auch hinreichend gefestigt oder geschlossen,

um mit eigener Stimme zu antworten.

 

In der Praxis ist das manchmal ein Zirkelschluss.

Wir suchen eine Art zu sein, die uns über das Erleben einer antwortenden Welt Vertrauen gibt, gleichzeitig braucht es genau dieses Vertrauen, um sich zu öffnen und in echte Begegnung zu kommen. Hier kommt auch die Empfehlung mutig sein ins Spiel.

Wahrnehmen was ist
Die Fähigkeit des Lauschens und Innewerdens
 

Wir geben dem, was jetzt gerade in der Begegnung mit dem Anderen und der Welt geschieht, Aufmerksamkeit.

Wir nehmen unsere Gedanken, Gefühle und Vorstellungen wahr, die dieser Moment in uns bewirkt, lassen uns von der Begegnung berühren und sie in uns resonieren.

Unser gesamter Köper und unser ganzes Wesen haben teil an diesem Geschehen. Unser Fokus ist gleichzeitig innen und Außen und wir verwandeln uns von der Trennung hin ins Gemeinsame. Wir lauschen in die Welt und werden der Tiefe unserer Begegnungen inne.

Probiere es aus!

Spüre einmal was, gerade alles  in dir ist, während du diesem Text begegnest. Wo ist dein Körper gerade? Was für Bilder oder Gefühle sind gerade da? Halte für einige Atemzüge inne, lausche und schaue nach Innen.

«Love is being present»
Thich Nhat Hanh, Buddhisischer Mönch

«Die Tür zum Herzen eines anderen Menschen ist deine Fähigkeit, ihm offen zu lauschen.»
Günter W. Remmert

Körperlich & sinnlich sein
Die Fähigkeit im Körper präsent zu sein.
 
Fühlen, tasten, berühren, bewegen … . Unser Körper und unsere Sinne verbinden uns mit der Welt, aber oft sind unsere Sinne überreizt oder wir sind nicht anwesend im Raum unseres Körpers. Wir üben, in unseren Begegnungen unserem Körper und unseren Sinnen wieder Raum zu geben.
“Berührung erzeugt Gewahrsein und bringt uns mit der Welt in Kontakt.”
Jon Kabat-Zinn, Pionier der Achtsamkeitsmeditation
Mitfühlend sein
Die Fähigkeit sich berühren zu lassen 
 
Mitgefühl verbindet uns mit anderen, macht uns empfänglich und berührbar. Es ist die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen einzufühlen, ohne aber notwendigerweise genauso fühlen zu müssen.

 

Mitfühlend sein heißt auch, unserer unmittelbaren Erfahrung mit einer Haltung der Offenheit, Freundlichkeit und des Wohlwollens zu begegnen, unabhängig davon, ob die Erfahrung angenehm, unangenehm oder neutral ist.

„Wahres Mitgefühl ist immer stark, und die wahrhaft Starken sind voller Zärtlichkeit“.
Jiddu Krishnamurti
Sich zeigen

Die Fähigkeit sichtbar zu sein

Sichtbar Sein heißt dem, was in uns und der Begegnung präsent ist, Ausdruck zu verleihen.

Wenn wir uns in unserem gegenwärtigen Dasein zeigen, werden wir klarer, gewinnen an Kontur und kommen in echten Kontakt mit anderen und der Welt. Erst dann kann uns der Andere wirklich sehen. Wenn wir uns aber verstecken, kann uns das Leben nicht finden und die Welt verstummt.

Wir  müssen allerdings nicht jederzeit alles von uns offenbaren, sondern es geht darum, oft genug und stimmig dem, was ist, Ausdruck zu verleihen und ein Stück weit offen und verletzlich zu sein.

„Der Mensch wird am Du zum Ich“.
Martin Buber, Philosoph
Aber …
BerührtSein kann man nicht “machen”
 
Du kannst nur dafür bereit und offen sein, wenn es passiert. Dafür braucht es den Mut deine Tür manchmal etwas zu öffnen, den Mut einen Schritt vor die Mauer zu treten, damit du die Welt sehen und sie dich auch wahrnehmen kann.
 
Es braucht aber auch Räume, die uns BerührtSein erleichtern (siehe Menüpunkt Räume), die einen Rahmen aufspannen, in dem  BerührtSein gelingen kann, wie beispielsweise ein Kreis.
 
Und es braucht Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die uns helfen BerührtSein in unser Leben und die Welt zu bringen.
„Der Finger, der auf den Mond zeigt, ist nicht der Mond“.
Spruch aus dem Zen